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Ruter – Selbstfahrende Fahrzeuge

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Neue Testphase in 2023

In einem neuen Projekt will Ruter in Groruddalen selbstfahrende Pkw testen. Dies ist der nächste derartige Test nach 2019-2020 mit den beiden E-Bussen in Oslo.

Damals hatte die zwei Busse (Oda und Mads vom Typ Arma) jeweils 11 Sitzplätze und fuhren anfangs mit der Testgeschwindigkeit von 18 km/h, später mit max. 25 km/h. Sie sollten in der Lage sein, im Umkreis von 60 Metern auf ihre Umgebung reagieren zu können, wenn sich z.B. eine Person oder ein Objekt auf der Straße befand. Vorsichthalber war aber immer ein Fahrer (bussvert) dabei.

Wenn es notwendig war, konnten die Busse hupen und schließlich auch heftig bremsen, so dass den Fahrgästen das Anlegen der Sicherheitsgurte empfohlen wurde. Letztendlich hatten beide Busse das Problem, dass sie die Verkehrszeichen nicht lesen konnten. Sie „verstanden“ nicht den Unterschied zwischen Vorfahrt gewähren und Vorfahrt haben. Außerdem führte die langsame Geschwindigkeit zu gefährlichen Überholmanövern der anderen Autofahrer.

Bei dem Test ging es zum einen um das Sammeln von Erfahrungen im Straßenverkehr, um später das Angebot des ÖPNV zu verbessern, aber auch um das langfristige Einsparen von CO₂.

Bei dem neuen Test sollen bis zu 15 Fahrzeuge im Bereich Groruddalen eingesetzt werden. Mittels einer App soll der Fahrgast individuell seine Zeit und sein Ziel eingeben. Wenn mehrere Personen in die gleich Richtung wollen, können sie ebenfalls einsteigen und mitfahren.

Bei den Fahrzeugen der Firma Mobileye soll es sich um gewöhnliche Pkws handeln, die auch mit der „normalen“ Geschwindigkeit am Straßenverkehr teilnehmen sollen (vanlige personbiler og holde normale kjørehastigheter på veiene). Vorsichtshalber wird aber (anfangs) ein richtiger Fahrer anwesend sein, um ggf. eingreifen zu können.

Die selbstfahrenden Fahrzeuge sollen in dem Test das normale Angebot des ÖPNV ergänzen, und durch die individuell buchbaren Fahrten helfen, auf das eigene Auto verzichten zu können. Man soll es flexibel buchen, wenn man es braucht und fahren, wohin man will, ohne sich über Parkplätze etc. Gedanken machen zu müssen.

Gleichzeitig soll es den Autoverkehr und den CO₂ Ausstoß reduzieren.

Die erste Phase soll im Frühjahr 2023 mit neun Fahrzeugen beginnen, in der es um den alltagstauglichen Einsatz geht, bevor es gegen Ende 2023 für die Bevölkerung möglich sein wird, sie zu buchen und auszuprobieren.

Bei den Fahrzeugen handelt es sich um Entwicklungen der Firma Mobileye, einer israelischen Tochterfirma des Intel Konzerns. Die Fahrzeuge sollen dem Selbstfahrlevel 4 entsprechen, d.h. dass das Fahrzeug überwiegend selbständig fährt, es aber einen Fahrer an Bord gibt, der ggf. eingreifen kann und muss, wenn das Fahrzeug nicht mehr alleine entscheiden kann.


Die original Pressemeldung von Ruter


Nachtrag 13.01.2023

Am 13.01.2023 kam dann noch eine Pressemeldung (dem Link folgen um das Original zu lesen) von Ruter, in der auf eine Debatte in der Presse reagiert wurde. Es ging um die hohen Kosten und den vermeintlichen Nutzen.

In dem Artikel wurde noch einmal auf die Notwendigkeit hingewiesen, dass sich der ÖPNV auch zukünftig in Konkurrenz mit dem privaten Auto befinden wird, und um das Verkehrsaufkommen geringer zu halten und etwas im Sinne der Nachhaltigkeit und des Umweltschutzes zu unternehmen, investiere Ruter in diese Versuchs-Fahrzeuge.

Denn auch in Zukunft sei das Thema der Mobilität wichtig und da müssen Alternativen zum privaten Auto angeboten werden.

Daher wolle Ruter nicht passiv warten, bis die Technik voll ausgereift sei, es ginge jetzt darum, den Prozess anzustoßen, zu beschleunigen und Erfahrungen zu sammeln – und das bedeute, dass man heute investieren müsse.

Quelle: Ruter Pressemitteilung

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