Du betrachtest gerade Kvikk Lunsj vs. KitKat

Kvikk Lunsj vs. KitKat

Kvikk Lunsj von Freia

Der Schoko-Waffel-Riegel der Firma Freia gilt als einer der beliebtesten Schoko-Produkte in Norwegen.

Die Firma Freia brachte den Riegel 1937 erstmals auf den Markt und er erlangte als Snack bei Ski- und Wandertouren schnell große Beliebtheit.

Seit 1960 wurden auf der Rückseite der Verpackung auch Tourenvorschläge abgedruckt. Aktuell sind in der Verpackung die Fjellvettreglene („Verhaltensregeln im Gebirge“) enthalten.

Freia war Norwegens größter Schokoladenhersteller. Im Jahr 1993 wurde der Konzern jedoch von Kraft Foods übernommen. Mittlerweile wurde diese Sparte in den international agierenden Mondelez-Konzern ausgegliedert, zu dem beispielsweise auch die Milka-Schokolade gehört. Der Name Freia wird aber weiterhin verwendet, Mondelez wird dagegen nur auf der Rückseite aufgeführt.

Kvikk Lunsj wird in Norwegen, Schweden und Dänemark verkauft. Eine Variante mit dunkler Schokolade konnte sich am Markt nicht durchsetzen.

Man muss nicht extra nach Norwegen oder Dänemark fahren, um Kvikk Lunsj zu kaufen. Über spezielle Shops im Internet besteht die Möglichkeit die Riegel zu bestellen, was die Sache aber nicht günstiger macht.

Vier Stück wiegen 47 g, bei 536 kcal/100 g. (6er Pack kostet ca.75 kr.)

Rückseite

Bei diesem Schoko-Waffel-Riegel handelt es sich ursprünglich um ein englisches Produkt der Firma Rowntree’s, die 1862 in York gegründet und 1988 von Nestlé übernommen wurde.

Seit 1937 wurde es als Rowntree’s Chocolate Crisp verkauft, nach dem Zweiten Weltkrieg wurde der Name in Kit Kat Chocolate Crisp geändert.

Im Jahre 1975 wurde das Produkt auf dem deutschen Markt eingeführt.

Ein „Vier-KitKat-Finger“ wiegen 41,5 g, bei 504 kcal/100 g.


Und wie ist der Geschmack? – Da muss jeder seine eigene Wahl treffen. Ich habe mich entschieden!


Der Streit um das Produkt

Kvikk Lunsj und KitKat sehen sich ja schon etwas ähnlich und so kam wenig überraschend der Streit um das „echte“ Produkt.

Im Jahr 2002 beantragte Nestlé die Eintragung von KitKat als „Marke“ innerhalb der EU. Natürlich ging es dabei auch um das Aussehen und die Form, um es vor anderen, ähnlich aussehenden Produkten zu schützen. Begründet wurde der Antrag damit, dass KitKat in „überwiegenden Teilen Europas“ bekannt sei. Im Jahre 2006 wurde dem Antrag beim EUIPO (Amt der Europäischen Union für geistiges Eigentum) entsprochen. 2007 legte Mondelez hiergegen Widerspruch ein und beantragte die „Nichtigerklärung der Marke“.

Und ohne auf die juristischen Feinheiten eingehen zu wollen, denn es ging um die Frage der Unterscheidungskraft in „allen“ europäischen Ländern und die Tatsache, dass bei der ersten Entscheidung einige Länder, nicht berücksichtigt wurden. Im Jahr 2016 hob der EuGH die Entscheidung auf. Der vollständige Nachweis für Belgien, Irland, Griechenland und Portugal war vergessen worden.

Das Urteil: Court of Justice of the European Union. 25. juli 2018. (als pdf)

Somit durfte Kvikk Lunsj weiter vertrieben werden und die Skandinavier hatten auch bei ihren Ausflügen weiterhin ihre „Tursjokoladen”.

Quellen und weitere Informationen

https://no.wikipedia.org/wiki/Kvikk_Lunsj#cite_note-5
https://de.wikipedia.org/wiki/Kvikk_Lunsj#cite_note-1

https://no.wikipedia.org/wiki/Kit_Kat
https://de.wikipedia.org/wiki/Kitkat

Eigene Bilder
Stand Okt. 2025

Auch interessant

Kvikk Lunsj vs. KitKat

Kvikk Lunsj vs. KitKat

Kvikk Lunsj von Freia Der Schoko-Waffel-Riegel der Firma Freia gilt als einer der beliebtesten Schok…

Norwegische Frühstücksklassiker – norsk pålegg

Norwegische Frühstücksklassiker – norsk pålegg

Wenn man nach norwegischen Klassikern fragt, werden häufig Fiskeboller, Fiskekaker, Pinnekjøtt, Lach…

Mit dem Anhänger durch Norwegen

Mit dem Anhänger durch Norwegen

– Wie schnell darf man fahren? – Seit dem 11. März 2022 dürfen Fahrzeuge mit Wohnwagen o…